Autorin

Meinen ersten Roman habe ich mit acht Jahren geschrieben, ungelogen. Er war sehr kurz, die Story passte in ein kleines schwarzes Oktavheft. Und es ging darin um eine Krankenschwester, die in den verheirateten Chefarzt verliebt war. Leider ist das frühe Werk auch früh verloren gegangen.

Als Jugendliche war ich Mitglied der Bremer Jugendpresse und schrieb eifrig Gedichte und – da ich leidenschaftlich gern singe – Liedtexte. Trotz anfänglicher kleiner Erfolge habe ich aber nie daran gedacht, das Schreiben zum Beruf zu machen. Stattdessen habe ich alle möglichen und unmöglichen Jobs angenommen, studiert, promoviert, als freiberufliche Lehrerin gearbeitet und schließlich ein kleines, aber feines Lektorat eröffnet.

Unter eigenem Namen veröffentlicht habe ich zunächst nur Studienarbeiten, die aktuell noch im Grin-Verlag erhältlich sind. (Bis 2020, dann gehören sie wieder mir, werden gründlich überarbeitet und neu auf den Markt gebracht.)

Zu den wichtigsten Beiträgen aus dieser Reihe gehört das Buch Die Angst vor dem Dunkel des Brunnens. Grenzerfahrung, Sterben und Todesnähe in der deutschsprachigen Literatur. Darin versuche ich, den sogenannten „Nahtod“ historisch zu erfassen und beschreibe ihn als das, was er eigentlich ist: keine Todeserfahrung, sondern eine Grenzerfahrung. Erst Definitionen wie die vom Hirntod oder von der Irreversibilität des Todeszeitpunktes haben aus dieser Grenzerfahrung eine „Nahtoderfahrung“ werden lassen

Die Arbeit an diesem Buch hat mir geholfen, zu verstehen, dass nicht der Tod ein Tabu moderner Gesellschaften ist, sondern das Sterben. Dieses Thema habe ich in meinem ersten Roman wieder aufgegriffen, der gerade bei neobooks erschienen ist: Als der Fluss zu Staub zerfiel. Hier gerät eine junge Wissenschaftlerin nach dem Tod ihres Kindes zwischen die Fronten zweier Gruppen, die darum ringen, Sterben und Tod nach ihren Regeln definieren zu können: Da sind die Mönche um Pater Benedikt, die beweisen wollen, dass der Hirntod nur ein Konstrukt ist, dass der endgültige Tod erst dort eintritt, wo „der Fluss“ überquert, also das Sterben beendet wurde. Und da  ist die Gesellschaft für Lebensoptimierung, die sich mit dem Einfrieren von Untoten, mit dem Erzeugen künstlicher Organe und dem alten Menschheitstraum der Unsterblichkeit befasst.

Dazwischen sind Tausende von Texten entstanden, die ich für meine Auftraggeber verfasst habe – Webseitentexte, Produktbeschreibungen, Ratgeberartikel, Blogbeiträge, Stellenanzeigen, Pressemitteilungen, aber auch Gedichte und Reden. Und ein kleiner Gedichtband mit dem Titel Atem Sein, den ich 2011 zunächst im Selbstverlag über BOD veröffentlichte und nun – stark überarbeitet – ebenfalls bei neobooks publiziert habe, sodass er ab dem 10. November 2017 bei den üblichen Verdächtigen erhältlich sein wird.

Aktuell arbeite ich an einem weiteren Roman – sofern mir das Auftragstexten Zeit dafür lässt. Darin werde ich mich mit dem Sehen auseinandersetzen – und mit der Digitalisierung des Blickens (nicht des Bildes). Aber dieses Projekt steckt noch in den Kinderschuhen, es soll also noch nicht zu viel verraten werden.

Als der Fluss zu Staub zerfiel - NeobooksAtem Sein Neobooks

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