Sabine Walther: Objektiv. Ein Roman aus Bremen. 06/2019

Sabine Walther: Objektiv. Ein Roman aus Bremen. 06/2019

Es kommt der Tag, da muss man loslassen. Heute ist mal wieder ein solcher Tag. Ein neues Buch wollte heraus und ich habe dem Drängen nachgegeben. Keine Ahnung, warum ich mir das immer wieder antue. Aber da müssen wir jetzt durch. 😀

 

Die Handlung ist rasch zusammengefasst. Alexander Weinberger, aus dessen Perspektive ich die Geschichte hauptsächlich erzähle, kündigt seinen Job bei einem Bielefelder Rüstungsunternehmen. Er findet eine neue Anstellung bei dem in Bremen ansässigen Unternehmen NEOWORLDS. Dort wird es seine Aufgabe sein, gemeinsam mit einem jungen Team eine VR-Brille zu entwickeln, mit deren Hilfe sich Empathie erzeugen lässt. Auf diese Weise sollen Gaffer und jugendliche Gewalttäter, die Videos von ihren Opfern drehen, therapiert werden.

 

Alexander ist davon überzeugt, dass wir uns gegenwärtig an einem Scheidepunkt in der Geschichte des Sehens befinden. Die Ursache sieht er im Missbrauch visueller Medien, was dazu führte, dass sich unser Sehen immer mehr an das von Technologien anpasst. Wir verwandeln uns in das Objektiv, mit dem wir eine Szenerie festhalten, in die Smartphonekamera, mit der wir „objektiv“, da von Emotionen unberührt, Gewalt aufnehmen und betrachten.

 

Gemeinsam mit seiner Freundin Finnya, die für die Initiative Jugend in Not gewaltbereite Jugendliche betreut, will Alexander diese Entwicklung aufhalten. Als Probanden für seine Studien dienen ihm fünf Jugendliche, die zuvor eine entsetzliche Straftat begangen haben, bei der eine ältere Kaufmannsfrau ums Leben kam. Alexander engagiert für die Jugendlichen einen Anwalt und lernt schließlich auch Harm Mertens, den Witwer der getöteten Frau kennen. Zwischen beiden besteht eine mysteriöse Beziehung, die sie eint und zugleich wieder trennt. Doch Mertens lehrt Alexander, dass es noch andere Sichtweisen gibt als die, sich zu „fokussieren“. Verunsichert erkennt er, dass er mit seinen bisherigen Studien auf dem falschen Weg war.

 

Doch für ein Zurück ist es zu spät, denn die „Präsidentin“ von NEOWORLDs erweist sich als skrupellose Geschäftsfrau. Um Alexander zu zwingen, weiterhin für NEOWORLDS tätig zu sein, lässt sie schließlich die mittlerweile schwangere Finnya entführen. Alexander muss erkennen, dass er die eigentliche Gefahr übersehen hat und blind dafür war, woran er tatsächlich mitgearbeitet hat.

 

Der Versuch, das Gute zu tun, scheitert und verkehrt sich in sein Gegenteil, wenn wir den gesellschaftlichen Kontext aus den Augen verlieren. Jede Generation muss immer wieder neu fragen, was das Gute ist und wie es sich verwirklichen lässt. Und: Die Metaphern, die uns dazu dienen, Wirklichkeit zu erkennen und zu benennen, sind eben nicht einfach nur Metaphern, sondern Verweise auf die Ursprünge unseres Denkens und unserer Erkenntnis. So lauten die Prämissen, die dem Schreiben vorausgingen.

Die Story zeigt, wie schnell aus Empathie ein Geschäftsmodell werden kann, wie Fürsorge sich in Machtausübung und Kontrolle verkehrt. Wie also das Beste zum Schlimmsten mutiert.

 

Wenn ihr mich fragt: Das Buch ist nicht perfekt, ich habe meinen Erzählstil noch nicht wirklich gefunden. Und ich sollte mir wirklich und endlich mal eine bessere Schreibsoftware zulegen. Und mehr Zeit für die Feedbackschleifen einplanen. Ich arbeite daran, versprochen. Und ich freue mich, wenn ihr mir durch Feedback, Kommentare und Rezensionen dabei behilflich seid!

 

Der Verkaufspreis für das E-Book beträgt € 5,99.

 

Eine Printversion ist ebenfalls erhältlich, und zwar für € 13,99.

 

Blogger, Pressevertreter und alle, die das Buch nicht nur zum Privatvergnügen lesen, sondern darüber schreiben wollen, können gern ein Rezensionsexemplar bei mir anfragen. Ein Anspruch darauf besteht jedoch nicht.

Viel Spaß beim Lesen wünsche ich und schicke noch mal ein dickes Danke an alle Helfer und Helferinnen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

42 ÷ = 6