Archiv für den Monat: Mai 2018

Suchmaschinenoptimierung – vom Keywordstuffing zum ehrlichen Text

Vor einigen Tagen war es mal wieder so weit. Ich erhielt die Anfrage, ob ich einen keywordoptimierten Text über eine Dienstleistung schreiben könne. Der Text sollte 400 bis 700 Wörter umfassen. Davon sollten dann allerdings mindestens 250 Wörter den Keywords (darunter viele Long-Tail-Phrasen, also mehrgliedrige Keywords) vorbehalten sein.

Ich riet dem Auftraggeber ab – zum einen, weil sich kein sinnvoller Text schreiben lässt, wenn jedes zweite oder dritte Wort ein Keyword ist. Aber er blieb hartnäckig bei seinem Wunsch. Das Ergebnis war dann die zu erwartende Katastrophe und der Auftraggeber war enttäuscht. Schließlich hatte ich ihm vorher schon bessere, emotional ansprechende Texte geschrieben.

Ja Herrschaftszeiten, Leute, man muss doch nur einmal die Probe aufs Exempel machen: Versuche einen Satz zu sagen, in dem jedes zweite und dritte Wort “Kirschbaum” lautet. Oder: “Was kostet ein Kirschbaum?” Was soll denn dabei emotional Packendes herauskommen?

Weil die Annahme, dass das wüste Verwursten von Keywords irgendwie zielführend sei, aber immer noch durch zahlreiche Köpfe spukt, habe ich mich hingesetzt und aufgeschrieben, wie es besser geht.

Schließlich haben sich die Algorithmen der Suchmaschinen längst weiterentwickelt – sodass die starke Fokussierung auf Keywords weder notwendig noch nützlich ist. In diesem Beitrag möchte ich dir daher zeigen, warum du von einem inflationären Keyword-Gebrauch lieber die Finger lassen und dich stattdessen auf deine Zielgruppe und deine Inhalte konzentrieren solltest.

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„Sind Computer die besseren Menschen? Ein Streitgespräch“ zwischen Joseph Weizenbaum und Klaus Haefner.

Können Computer, kann künstliche Intelligenz wirklich etwas Neues hervorbringen? Oder bedeutet das Lernen von Maschinen einfach nur, dass neue Daten auf der Grundlage konservierten Wissens entstehen? Wie unterscheidet sich menschliches Schaffen von der maschinellen Datengenerierung? Entstehen Sinn und Wert eines Kunstwerkes aus dessen Produktion oder aus dem Resultat? Gibt es überhaupt Vergleichspunkte zwischen Mensch und Computer, zwischen ihren Formen von Intelligenz und ihrer Befähigung zur Erfahrung?

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Stellenanzeigen schreiben – in drei Minuten verstehen, wie’s funktioniert

Ich glaube es selbst kaum, aber mein erstes Erklärvideo ist fertig. Just for fun und eigentlich nur, um mal zu testen, wie es funktioniert, habe ich die kostenfreie Basisversion von mysimpleshow dafür verwendet.

Standbild Stellenanzeigen video

Fazit: Es macht Spaß, leider werden aber in der kostenlosen Version viel zu wenig Funktionen freigeschaltet, um damit wirklich kreativ arbeiten zu können. Und das Upgrade ist mir als Gelegenheitstäterin dann doch zu teuer.

Herunterladen lässt sich das Video ohne Upgrade auch nicht – aber falls ihr euch dafür interessiert oder gern wissen möchtet, was sich aus einem kurzen Video über das Texten von Stellenanzeigen lernen lässt, könnt ihr das Ergebnis hier anschauen.

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Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache

Wie entstehen wissenschaftliche Tatsachen? Können Tatsachen überhaupt entstehen oder sind sie nicht immer schon vorhanden, bis sie eben jemand entdeckt? Bis beispielsweise ein Krankheitserreger gefunden und damit die Ursache für die Entstehung einer Krankheit nachgewiesen ist? Zeichnet sich Wissenschaft nicht gerade dadurch aus, dass sie sich von Fiktionen und Glaubenssätzen fernhält, dass sie Tatsachen nicht erfindet, sondern auf der Suche nach Erkenntnis vorfindet?

Wie naiv die Annahme ist, dass wissenschaftliche Erkenntnis unabhängig von ihren eigenen Voraussetzungen zu objektiven Tatsachen gelangt, zeigen die erstmals 1935 publizierten Aufsätze Ludwik Flecks, in denen er seine Lehre vom wissenschaftlichen Denkstil und Denkkollektiv erläutert.

Beeindruckend klar, schnörkellos und in der Absicht, sich einer reduktionistischen wie populären Auffassung von der Entstehung wissenschaftlicher Tatsachen zu widersetzen, legt Fleck darin dar, warum gerade die Medizin unter dem Zwang steht, Tatsachen zu entdecken, die in den von ihr gesetzten Rahmen passen. Was dazu führt, dass sie letztlich immer nur Antworten finden kann, die in ihren Fragestellungen bereits enthalten sind. Wissenschaft erscheint somit als ein Denkkollektiv unter vielen – in sich logisch und schlüssig, von einem Denkstil getrieben, der Ausgangspunkt und Zielvorstellung zugleich hervorbringt.

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