Archiv für den Monat: Juni 2018

“Friss oder stirb!” So verwendest du den Imperativ für deinen Call to Action

Der Call to Action gilt als Herzstück jeder Website, die etwas verkaufen oder Nutzer zu einer gewünschten Handlung bringen möchte. Der Ruf erscheint für gewöhnlich im Imperativ – zum einen ist der schön kurz, zum anderen ist dies im Deutschen eben die typische Form für Handlungsaufforderungen.

Leider stößt man im Netz aber immer wieder auf fehlerhaft formulierte Aufforderungen. So heißt es dann beispielsweise: Nehme teil (statt nimm teil). Ich vermute, dass es nicht nur Unkenntnis ist, die dazu führt, dass sich diese Kochbuch-Form immer weiter ausbreitet. Für manchen mag es irgendwie netter klingen – oder aber der Begriff Imperativ schreckt ab, weil man gelernt hat, ihn als Befehlsform zu interpretieren. Wer will seinen Kunden schon etwas befehlen.

Aber der Imperativ ist nicht wirklich ein bellender Imperator, sondern eine sparsame Form, einen Wunsch oder einen Vorschlag, manchmal auch einen guten Rat auszudrücken. Er verträgt sich sehr gut mit einem „bitte“ und wie immer macht der Ton die Musik. Daher ist er die angemessene Form, wenn du eine Person kurz und klar aufforderst, eine bestimmte Handlung auszuführen. Und das ist ja Sinn und Zweck jedes CTA.

Im Folgenden erkläre ich, wie der Imperativ gebildet wird und welche Sonderformen es gibt. Eine Tabelle hilft dir, die benötigte Form rasch abzulesen.

  Weiterlesen

Mark Changizi: Die Revolution des Sehens

Über vier menschliche Superkräfte verfügt der Mensch, die unmittelbar mit seiner Art zu sehen und visuelle Informationen zu verarbeiten, zusammenhängen: Wir alle können demnach hellsehen, durch Dinge hindurchsehen, in die Zukunft schauen und Gedanken lesen.

Was hat es mit diesen Superkräften auf sich? Wie und warum haben sie sich entwickelt und sind sie unbegrenzt verfügbar? In seinem Buch über die Revolution des Sehens lädt Changizi zu neuen Betrachtungsweisen ein, ohne allerdings in eine bodenlose Spekulation zu verfallen.

Weiterlesen

„Warum funktioniert der Computer wieder nicht?“

Über den gleichnamigen satirischen Ratgeber von Gerda Greschke-Begemann und Peter Greschke

Ist das Internet ein böser Hort voller Verbrecher, die nur darauf warten, uns abzuzocken? Oder bietet es jungen Wissenschaftlern auf nie gekannte Weise die Möglichkeit, sich zu vernetzen und gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten? Ist der PC manchmal eigenwillig und bockig oder ist es immer der Mensch vor dem Computer, der ihn zum Abstürzen bringt? Mit diesen und vielen weiteren Fragen befasst sich der satirisch-humorvolle Ratgeber in Sachen „digitale Generationenkonflikte“, den die Autorin Gerda Greschke-Begemann (geb. 1952) und ihr Sohn, der promovierte Ingenieur Peter Greschke (geb. 1986), gemeinsam verfasst haben.

In 38 kurzen Kapiteln geben die beiden Einblick in ihren ewigen Streitpunkt: Gerdas Computer funktioniert mal wieder nicht. Meint die Mutter. Aber es läuft doch alles, antwortet der Sohn. Und wenn es dann doch nicht funzt? Dann ist natürlich die Mutter schuld, die sich penetrant weigert, zu erkennen, dass es eigentlich ganz einfach sein könnte, den PC und seine Funktionsweise zu verstehen – wenn man sich nicht wie Gerda auf den Standpunkt „Ich kann das aber nicht“ zurückziehen würde.

Weiterlesen