Kategorie-Archiv: Onlinetexte

“Friss oder stirb!” So verwendest du den Imperativ für deinen Call to Action

Der Call to Action gilt als Herzstück jeder Website, die etwas verkaufen oder Nutzer zu einer gewünschten Handlung bringen möchte. Der Ruf erscheint für gewöhnlich im Imperativ – zum einen ist der schön kurz, zum anderen ist dies im Deutschen eben die typische Form für Handlungsaufforderungen.

Leider stößt man im Netz aber immer wieder auf fehlerhaft formulierte Aufforderungen. So heißt es dann beispielsweise: Nehme teil (statt nimm teil). Ich vermute, dass es nicht nur Unkenntnis ist, die dazu führt, dass sich diese Kochbuch-Form immer weiter ausbreitet. Für manchen mag es irgendwie netter klingen – oder aber der Begriff Imperativ schreckt ab, weil man gelernt hat, ihn als Befehlsform zu interpretieren. Wer will seinen Kunden schon etwas befehlen.

Aber der Imperativ ist nicht wirklich ein bellender Imperator, sondern eine sparsame Form, einen Wunsch oder einen Vorschlag, manchmal auch einen guten Rat auszudrücken. Er verträgt sich sehr gut mit einem „bitte“ und wie immer macht der Ton die Musik. Daher ist er die angemessene Form, wenn du eine Person kurz und klar aufforderst, eine bestimmte Handlung auszuführen. Und das ist ja Sinn und Zweck jedes CTA.

Im Folgenden erkläre ich, wie der Imperativ gebildet wird und welche Sonderformen es gibt. Eine Tabelle hilft dir, die benötigte Form rasch abzulesen.

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Suchmaschinenoptimierung – vom Keywordstuffing zum ehrlichen Text

Vor einigen Tagen war es mal wieder so weit. Ich erhielt die Anfrage, ob ich einen keywordoptimierten Text über eine Dienstleistung schreiben könne. Der Text sollte 400 bis 700 Wörter umfassen. Davon sollten dann allerdings mindestens 250 Wörter den Keywords (darunter viele Long-Tail-Phrasen, also mehrgliedrige Keywords) vorbehalten sein.

Ich riet dem Auftraggeber ab – zum einen, weil sich kein sinnvoller Text schreiben lässt, wenn jedes zweite oder dritte Wort ein Keyword ist. Aber er blieb hartnäckig bei seinem Wunsch. Das Ergebnis war dann die zu erwartende Katastrophe und der Auftraggeber war enttäuscht. Schließlich hatte ich ihm vorher schon bessere, emotional ansprechende Texte geschrieben.

Ja Herrschaftszeiten, Leute, man muss doch nur einmal die Probe aufs Exempel machen: Versuche einen Satz zu sagen, in dem jedes zweite und dritte Wort “Kirschbaum” lautet. Oder: “Was kostet ein Kirschbaum?” Was soll denn dabei emotional Packendes herauskommen?

Weil die Annahme, dass das wüste Verwursten von Keywords irgendwie zielführend sei, aber immer noch durch zahlreiche Köpfe spukt, habe ich mich hingesetzt und aufgeschrieben, wie es besser geht.

Schließlich haben sich die Algorithmen der Suchmaschinen längst weiterentwickelt – sodass die starke Fokussierung auf Keywords weder notwendig noch nützlich ist. In diesem Beitrag möchte ich dir daher zeigen, warum du von einem inflationären Keyword-Gebrauch lieber die Finger lassen und dich stattdessen auf deine Zielgruppe und deine Inhalte konzentrieren solltest.

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Produktbeschreibungen für Onlineshops: nichts einfacher als das?

Texten für Einsteiger

Wer einen kleinen Onlineshop führt, kann sich groß angelegtes Marketing nicht leisten. Und greift notgedrungen selbst zur Tastatur, um seine Produkte zu beschreiben. In Unternehmen von mittlerer Größe wird diese Aufgabe auch gern an Angestellte delegiert. Denn schließlich: Nichts ist doch einfacher, als eine Produktbeschreibung zu formulieren, oder? Dinge beschreiben, das lernt man ja schon in der Grundschule. Wie sieht das Dings aus? Aus welchem Material ist es gefertigt? Was kann man damit machen? Aber mal ehrlich: Nichts ist langweiliger als eine Produktbeschreibung, die nur Produktdetails aufzählt. Und nichts ist überflüssiger, als eine Produktbeschreibung, der überhaupt keine wissenswerten Informationen zu entnehmen sind.

Produktdetails sind wichtig. Aber nur Begeisterung verkauft.

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6 Textertipps, die ich nicht mehr hören kann – nebst einer Anrufung des Lesers

So lernen Sie besser schreiben. Oder: 10 Tipps, die Ihre Texte verbessern. Oder irgendwas mit einer Zahl, Tipps und besser, einfacher, werbewirksamer. Es kommt der Moment, da verstehst du: Du musst diesem Link im Newsletter nicht folgen. Du weißt eh, was drinsteht. Wolf Schneiders Lebenswerk als Zehnpunkteprogramm. Der kleine Katechismus des Schreibens, der dazu führt, dass alles irgendwie gleich klingt. Verständlich. Kurz. Kein Passiv, kein man. Bildchen rein, Grafiken rein, Füllwörter raus. Alles richtig, aber … Schreiben ist doch kein Textetöpfern nach Anweisung. Schreiben ist auch nicht die Kunst, Wortketten von gleichförmiger Länge zu basteln. Im Schreiben bilden wir Klänge ab. Die bestenfalls auch noch was bedeuten. Texte, wie ich sie schätze, haben eine Stimme, einen Tonfall. Der – noch einmal bestenfalls – perfekt zu den Inhalten passt. Den der Leser – der aufmerksame Leser – innerlich hört. Und verändert, indem er ihm seine Stimme, seine Lesart beifügt.

Schreibtipps für Leser

Und damit sind wir bei dir, geneigter Leser. Weiterlesen

Die WDF*IDF-Formel in ihrer Bedeutung für den SEO-Texter

Wie man SEO-Texte schreibt, ohne sich selbst zu verkaufen

Der Monarch ist tot, es lebe der parlamentarisch gewählte König! Mit diesem Ausruf fasse ich für mich zusammen, was gerade im Bereich suchmaschinenoptimierter Texte geschieht. Der Monarch, das sind die Keywords von gestern, die protzig und prunksüchtig durch die Texte schwadronieren, um doch immer nur sich selbst zu repräsentieren. Die zugehörigen Texte beginnen dann meist so: Weiterlesen