Stellenanzeigen schreiben – in drei Minuten verstehen, wie’s funktioniert

Ich glaube es selbst kaum, aber mein erstes Erklärvideo ist fertig. Just for fun und eigentlich nur, um mal zu testen, wie es funktioniert, habe ich die kostenfreie Basisversion von mysimpleshow dafür verwendet.

Standbild Stellenanzeigen video

Fazit: Es macht Spaß, leider werden aber in der kostenlosen Version viel zu wenig Funktionen freigeschaltet, um damit wirklich kreativ arbeiten zu können. Und das Upgrade ist mir als Gelegenheitstäterin dann doch zu teuer.

Herunterladen lässt sich das Video ohne Upgrade auch nicht – aber falls ihr euch dafür interessiert oder gern wissen möchtet, was sich aus einem kurzen Video über das Texten von Stellenanzeigen lernen lässt, könnt ihr das Ergebnis hier anschauen.

Als kleines Extra hier noch das Skript zum Video:

Stellenanzeigen schreiben

Herr P. arbeitet in einer Personalabteilung. Das Unternehmen sucht dringend neue Mitarbeiter und Herr P. soll eine Stellenanzeige texten. Er muss sich also etwas einfallen lassen, um die richtigen Bewerber gezielt anzusprechen.

Herr P. überlegt: Wen stelle ich mir als Bewerber oder Bewerberin vor? Was könnte die Person an unserem Unternehmen besonders interessieren?

Entsprechend beginnt seine Stellenanzeige nicht mit einem allgemeinen Lobgesang aufs Unternehmen. Sondern mit wichtigen Informationen, die ein erstes Aufhorchen provozieren.

Herr P. hebt Informationen hervor, die inhaltlich und emotional ansprechen. Er gibt Interessenten eine Orientierung, indem er eine klare Berufsbezeichnung wählt.

Er verwendet eine Sprache, wie sie im Unternehmen gesprochen wird – ohne fantasievolle Ausschmückungen oder frei erfundene Anglizismen.

Herr P.

Im nächsten Absatz beschreibt Herr P. konkret, welche Aufgaben den Stellenbewerber erwarten. Dabei helfen ihm Mitarbeiter, die in der Abteilung tätig sind.

Was genau machen sie da eigentlich? Und was muss man können, aushalten oder verstehen, um für diesen Job geeignet zu sein?

Herr P. formuliert dann, welche Tätigkeiten durchzuführen sind. Aus den konkreten Aufgaben leitet er die erforderlichen Qualifikationen ab. Erforderlich bedeutet eben nicht „idealerweise“.

Herr P. formuliert präzise und erhofft viel, aber nicht alles.

Herr P. hat nun klar skizziert, wen er braucht. Jetzt muss er dafür etwas anbieten. Er weiß: Geld ist wichtig, macht aber noch lange nicht beliebt.

Zusätzliche Leistungen sagen mehr über das Unternehmen. Aber: Nicht jeder spielt in der Mittagspause gern Tischtennis oder führt den Büro-Hund aus.

Wieder lautet die Hauptfrage daher: Wer passt ins Team? Vielleicht steht im Unternehmen des Herrn P. die Familie im Mittelpunkt.

Dann gibt es ein Spielzimmer, gemeinsame Unternehmungen, einen Kita-Zuschuss. Und auch mal früher Feierabend.

Endlich fertig! Jetzt formuliert Herr P. nur noch, wie und an wen die Bewerbung übermittelt werden soll. Und gönnt sich ausnahmsweise den Rückgriff auf eine Floskel:

Wir freuen uns auf Sie!

Sie sind gar nicht Herr P. und Sie haben gar keinen Personalbeauftragten? Dann nützt nur das Delegieren. Hier gibt es Hilfe: fragen@texterinbremen.de

 

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>