Teil 1: Die sieben Todsünden in Stellenanzeigen
Über die Bedeutung von Stellenanzeigen für die rasche Besetzung vakanter Positionen
Januar 2018: Bremer Unternehmen beklagen öffentlich, dass sie keine Fachkräfte finden. Begründung: Das Image der Stadt sei zu negativ, insbesondere das Bildungssystem schrecke viele Bewerber mit Kindern ab, nach Bremen zu ziehen. Eine Imagekampagne müsse her, damit Bremer Unternehmen ihre Stellen wieder besetzen könnten.
Was Bildung und Image angeht – dazu mag ich mich nicht äußern. Ich liebe diese Stadt. Eigentlich.
Da ich aber regelmäßig Stellenanzeigen für deutsche Unternehmen schreibe, die von einem erfahrenen Grafiker gestaltet werden, ist mir bekannt, wie händeringend oft nach neuen Fachkräften gesucht wird – nicht nur in Bremen.
Meine berufliche Neugierde und meine Erfahrung als Texterin von Stellenanzeigen haben mich veranlasst, mir vorhandene Ausschreibungen von Bremer Unternehmen, die der eigenen Aussage nach verzweifelt nach Fachkräften suchen, genauer anzuschauen. In diesem Beitrag schildere ich:
- Welche typischen Fehler ich in Stellenausschreibungen Bremer Unternehmen gefunden habe und
- was Unternehmen besser machen können, um mehr qualifizierte Bewerber für ihre Ausschreibungen zu interessieren.